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Einblick in die ersten Lebenswochen von vier Löffelhund-Geschwistern |
| Fanta |
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Anfang Dezember 2002 bis Ende Januar 2003
(Bei welcher wir mit dieser Maßnahme auf völliges Unverständnis stießen.) Doch als Malta uns wenige Tage später heimlich nachgeschlichen kam, mussten wir feststellen, dass diese ohne unser Wissen ein regelmäßiger Gast am Löffelhund-Zuhause war und somit schon längst die Bekanntschaft mit Fantas Nachwuchs geschlossen hatte. Mittlerweile gehen auch wir regelmäßig und ganz offen zu der Höhle, um dort von Fanta freudig begrüßt zu werden, welche sich ansonsten dort recht einsam zu fühlen scheint. Abends brechen wir manchmal sogar gemeinsam zu dem Bau auf, wenn Fanta die heißen Stunden des Tages in unserem Farmhaus verbracht hat, während ihre Welpen in der Sicherheit der Höhle schlafen.
Aber wenn Fanta sie säugt, dann vergessen die kleinen Welpen die Welt um sich herum und nehmen dabei auch in Kauf, von ihrer „Tante“ Malta eifrig abgeschleckt zu werden. Dies wird auch der Grund sein, warum Fanta beim Säugen ihrer Welpen immer direkt vor einem der Eingänge zur Höhle steht. Somit können sich die jungen Löffelhunde bei Drohen einer Gefahr direkt in die Sicherheit ihrer Wurfhöhle flüchten.
Trotz ihres Kontaktes zu wilden Löffelhunden und ihres nun eigenen halbwilden Nachwuchses zeigt Fanta weiterhin keinerlei Anstalten sich von uns oder Malta abnabeln zu wollen. Man hat eher den Eindruck, dass sie noch mehr Wert auf Körperkontakt zu uns legt, insbesondere wenn wir sie an der Höhle besuchen. Wir wissen nicht ob weiterhin ein Kontakt zwischen Fanta und dem Vater der Welpen besteht. Da es nicht auszuschließen ist, dass Fanta diesen bei ihren nächtlichen Ausflügen mit den Welpen trifft. Sicher ist aber, dass er sich nicht in der unmittelbaren Umgebung der Bruthöhle aufhält. Wahrscheinlich haben ihn die Nähe zu unserem Farmhaus und die damit verbundene Unruhe abgehalten. Normalerweise kümmern sich Löffelhundpaare gemeinsam um die Aufzucht der Jungtiere. Für Fantas Welpen bedeutet das Aufwachsen ohne Vatertier, dass sie früher und länger alleine an der Höhle zurückgelassen werden als anderer Löffelhund-Nachwuchs.
Morgens und Abends sieht man die Kleinen unter den wachsamen Augen ihrer Mutter um ihre Höhle herumtoben. Manchmal beteiligt sich Fanta an den Spielen, doch meist findet man sie erschöpft im Schatten eines Busches liegen. Auch Malta würde sich gerne an diesen Spielen beteiligen und nicht immer schafft sie es ihren Spieltrieb unter Kontrolle zu halten. Dann springt die Hündin trotz unserer Proteste mitten in das Geschehen. Doch zu ihren Bedauern wird sie von den kleinen Löffelhunden nicht begeistert empfangen, welche ihr Angebot mit erschrecktem Davonstürmen quittieren.
Mit diesen nächtlichen Aktivitäten beginnt auch ein neuer Lebensabschnitt für die Geschwister, da Fanta nun die Gelegenheit nutzt sie mit den verschiedenen Beutetiere vertraut zu machen. Hierzu bringt sie nicht nur Käfer und tote Vögel zur Höhle, sondern weist ihren Nachwuchs auch in das Auffinden von Insekten ein. Doch neben diesen Löffelhund-typischen Futterarten sieht man Fanta auch Katzentrockenfutter zur Höhle bringen und wenn die nächtlichen Ausflüge an unserer Küchentür vorbeiführen, so vergisst sie selten ihren Welpen große Brocken Katzennassfutter vor die Nase zu legen. (Auch Löffelhunde würden Whiskas kaufen, zumindest Fanta bevorzugt diese Marke.)
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Während ihrer Ausflüge bleiben die Löffelhunde durch ständiges Rufen (Fiepen) miteinander in Kontakt. Dabei scheint dieses Fiepen (für unsere Ohren schwer erkennbar) über unterschiedliche Bedeutungen zu verfügen. Neben der wichtigen Kontaktaufnahme, wird es von Fanta auch eingesetzt, um die Jungen zu besonders guten Futterstellen zu rufen. In solchen Fällen stürmen die jungen Löffelhunde plötzlich aufgeregt zur Mutter und ein wilder Kampf bricht los, wobei sich ein ausgeprägter Futterneid unter den Geschwistern zeigt.
alleinerziehende Löffelhund-Mutter nicht möglich ist 24 Stunden täglich über ihren Nachwuchs zu wachen, muss sie auf die sichere Lage ihrer Wurfhöhle vertrauen. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Fantas Beschützerinstinkt gegenüber ihrem Nachwuchs geringer ausgeprägt ist, als bei anderen Löffelhunden, was sie besondern eindrucksvoll zeigt, wenn sich Sheila, unsere Katze (welche so gerne Löffelhunde erschreckt) den Welpen nähert. Sobald sich Sheila für Fantas Geschmack zu nahe heranschleicht, schiebt sich Fanta unter eindeutigen Drohgebärden und tiefem Knurren zwischen die Katze und ihren eigenen Nachwuchs. Allerdings lassen sich die jungen Löffelhunde davon nicht beeindrucken, da sie Sheila als das neueste Objekt ihrer Neugierde erkoren haben. Und so musste unsere arme Hauskatze erfahren, dass man zwar einen Löffelhund leicht unter Kontrolle halten kann, vier aber den Spieß ganz leicht umdrehen können. |