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Löffelhunde sind kleine, fuchsartige Raubtiere, die nur im südlichen Afrika und in Ostafrika vorkommen. Zugeordnet sind sie den hundeartigen Raubtieren, allerdings in einem eigenem Genus, da sich Löffelhunde von echten Hunden, Schakalen und Füchsen durch eine andere Zahnformel unterscheiden. 

Sie bevorzugen Busch- und Grassavanne mit weichem Sandboden und offenen Flächen.

Ihre Ernährung besteht hauptsächlich aus Insekten, vorzugsweise Erntetermiten. Löffelhunde fressen aber auch gerne Skorpione, kleine Reptilien wie Eidechsen und Geckos, sowie Mäuse und Vögel bis zur Größe eines Spatzes.

Man erkennt Löffelhunde gut an ihrem spitzen Gesicht, mit den dunklen Knopfaugen, den schlanken schwarzen Beinen und dem buschigen Schwanz mit schwarzer Spitze. Besonders auffällig aber sind ihre riesigen Ohren, welche bis zu 13 cm über den Kopf hinausragen können.  

Wenn man Löffelhunde etwas länger beobachtet, fällt der nach oben gebogene Rücken und die etwas höher stehende Hinterhand ins Auge. Dieser Eindruck wird dadurch noch verstärkt, dass Löffelhunde auf der Jagd nach ihrer bevorzugten Beute mit einem leicht bis stark abgesenktem Kopf durch die Gegend wandern.

 

Wenn man im Dämmerungslicht praktisch von den Tieren nur noch die Umrisse erkennen kann, dann ist es insbesondere dieser nach oben gebogene Rücken, welcher den Löffelhund von dem kaum größeren Schabrackenschakal unterscheidet. Ein für den Löffelhund wichtiger Unterschied, da der Schabrackenschakal aufgrund seiner Vorliebe für Lämmer, insbesondere bei den Schaf- und Ziegenzüchtern sehr unbeliebt ist.  

Im Gegensatz zu anderen Raubtieren, die sich an oberirdisches Wild heran schleichen, lauschen die Löffelhunde bei der Jagd nach unterirdischen Geräuschen. Dabei führen sie die großen Ohren wie Sattelitenschüsseln dicht an die Erdoberfläche, um unter Drehen und Wenden des Kopfes ihre Beute zu lokalisieren, bevor sie anfangen hektisch danach zu graben.  

Obwohl Löffelhunde zu den hundeartigen Raubtieren gehören, sind sie nicht in der Lage etwas größeres als kleine Vögel oder Mäuse zu erlegen. Denn nicht nur ihr herausragendes Gehör, sondern auch ihr Gebiss und Kiefergelenk sind ihrer hauptsächlich insektivoren Ernährung angepasst. Die Backenzähne der Löffelhunde formen nicht die bei Raubtieren übliche Reißschere, sondern ähneln eher gezackten Mahlzähnen. Spezielle Änderungen im Kiefergelenk lassen ein schnelles Öffnen und Schließen des Maules zu, aber kaum Seitwärtsbewegung. Dies erlaubt den Löffelhunden ein schnelles Zerbeißen von hartschaligen Insekten, aber kein Zerlegen oder Zerschneiden von größeren Fleischbrocken.

Die Aktivität der Löffelhunde wird bestimmt von der Jahreszeit und dem jeweiligen Nahrungsangebot.

In den heißen Sommermonaten werden sie zumeist erst nach Sonnenuntergang munter, während sie in den kühlen Winterwochen auch tagsüber jagen. 

Das Nahrungsangebot, bzw. das ausreichende Vorhandensein von Insekten und Reptilien, wird insbesondere von der Niederschlagsmenge pro Regenzeit bestimmt. Je geringer der Niederschlag desto weniger Insekten sind vorhanden, und desto länger müssen die Löffelhunde jagen um satt zu werden insbesondere während der trockenen Wintermonate. Vielleicht gerade deswegen sind Löffelhunde keine territorialen Tiere, sondern wandern mit dem Regen bzw. den Insekten hinterher.

Löffelhunde sind Familientiere, sie gehen eine lebenslange Bindung mit ihrem Partner ein und kümmern sich gemeinsam um die Aufzucht ihrer Nachkommen.

Nach einer Tragezeit von ungefähr zwei Monaten werden zumeist vier Welpen Ende Oktober in einer Erdhöhle geboren. 

Schon wenige Tage nach der Geburt öffnen Löffelhundwelpen ihre Augen und im Alter von zwei Wochen verlassen sie zum ersten Mal den Schutz der Höhle.

 

Obwohl junge Löffelhunde lange von der Mutter gesäugt werden, interessieren sie sich schon frühzeitig für Insekten und andere Kleintiere. Immer dann wenn sie nicht spielen oder schlafen, lauschen und graben die Welpen nach potentieller Beute.

Ab dem Alter von 4 bis 5 Wochen werden die Welpen von den Eltern mit auf kurze Jagdausflüge genommen. Dabei rufen die Elterntiere ihren Nachwuchs immer wieder zu frisch ausgegrabenen Insekten und überlassen ihnen die Beute. Und das obwohl Löffelhunde generell sehr futterneidisch sind und ansonsten eher nicht dazu neigen ihre Beute mit anderen zu teilen. In Gebieten, wo genügend Büsche und Bäume Schutz bieten, nutzen Löffelhunde Erdhöhlen nur für die Geburt und Aufzucht der Welpen innerhalb der ersten drei Monate. Ab dann verbringt die Familie immer häufiger die heißen Tagesstunden im Schatten von Büschen, bis irgendwann die Höhle ganz aufgegeben wird.

Dies hängt auch damit zusammen, dass mit Ende der Regenzeit die Löffelhunde längere Strecken zurücklegen müssen, um genügen Nahrung zu finden. Manchmal trennt sich die Familie nachts und findet erst morgens wieder zusammen.       

Löffelhunde sind mit fünf Monaten vollständig ausgewachsen und werden schon im ersten Jahr geschlechtsreif. Normalerweise beginnt sich die Familie im Juni zu trennen, und zwar dann wenn die Jungtiere auf ihren Jagsausflügen eigene Partner finden.  Ist dies nicht der Fall, dann ziehen sich die Elterntiere von sich aus zurück und überlassen ihrem Nachwuchs das Gebiet um die Wurfhöhle. In diesen Situationen bilden insbesondere gleichgeschlechtliche Geschwister für kurze  Zeit eine Gemeinschaft, bis sie jeweils einen Partner gefunden haben.

 

Einen einzelnen Löffelhund zu beobachten eher ist eine Seltenheit, da diese alles andere als Einzelgänger sind.  Alleine sind Löffelhunde verängstigt, scheu  und unsicher.  Löffelhunde müssen also mindestens Part einer Zweiergruppe sein, um sich wohl zu fühlen.

 

Selbst dann, wenn der Partner einer anderen Tierart entspringt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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