FORSCHEN UND SCHÜTZEN:

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Das im Jahre 2000 gegründete Löffelhund-Projekt konzentriert sich auf die Erforschung und den Erhalt kleiner Raubtiere auf Farmland in Namibia. Hierzu gehören neben dem Löffelhund auch der Erdwolf, der Kapfuchs, die Afrikanische Wildkatze und die Schwarzfußkatze. Neben der Beobachtung des Verhaltens und der Aufzeichnung von Populationsdaten, wollen wir insbesondere die Faktoren heraus stellen, welche das Leben und Überleben dieser Tierarten auf Farmland bestimmen.Dazu gehören unter anderem die wechselseitige Übertragung von Infektionskrankheiten zwischen Haus- und Wildtieren, sowie die Auswirkungen der Schadtierkontrolle und der Wilderei. Zusätzlich möchten wir die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist nicht nur einzelne spektakuläre Tierarten zu schützen, sondern einer möglichst großen Vielfalt das Überleben zu sichern. Denn jede Tier und Pflanzenart egal wie unbedeutend sie erscheint, erfüllt eine Aufgabe innerhalb ihres Lebensraumes. Somit kommt es beim Verschwinden einer Art innerhalb des betroffenen Ökosystems zu einer Veränderung, die über kurz oder lang das Überleben anderer Lebewesen in Frage stellen kann.
Wir konzentrieren uns hierbei insbesondere auf Farmland, da man selbst in Afrika aufgrund der wachsenden Bevölkerung kaum mehr unberührte bzw. unbesiedelte Wildnis vorfindet. Wenn man also dauerhaft das Überleben der Vielfalt der afrikanischen Tierwelt sichern will, dann kann dies nur im Zusammenleben mit den Menschen und ihren Nutz- und Haustieren geschehen. Aus diesem Grunde legen wir auch einen großen Wert auf die Zusammenarbeit mit namibischen Farmern, von denen wir großes Interesse und Unterstützung erfahren. Die Erkenntnisse aus unserer wissenschaftlichen Arbeit fließen direkt in unser Artenschutzprogramm. Dabei geht es uns allerdings nicht darum einfach mit dem Finger auf eventuelle Sünder zu zeigen, sondern zu helfen Probleme der Farmer mit Wildtieren zu lösen, oder neue Wege zum Schutz der Wildtiere zu finden. Deshalb unterstützen wir insbesondere auch den Erfahrungsaustausch mit und zwischen Farmern und Farmarbeitern.
Gleichzeitig wird dort auch eine Auffangstation für verwaiste und verletzte Wildtiere gebaut, welche von Nanania aus wie Fanta wieder den Weg in die Freiheit finden sollen. In Zusammenarbeit mit anderen Projekten und Wildtierspeziallisten wollen wir dann auch im Süden Namibias ein Programm entwickeln, welches uns erlauben wird sog. Problem-Raubtiere vor dem Abschuss zu bewahren, indem wir diese von den betroffenen Farmen abholen, um sie dann innerhalb anderer Gebieten wieder auszuwildern.
Auf diesem Bild sehen Sie Schalk, eine Tochter aus Fantas zweiten Wurf, welche im Alter von 10 Monaten in ein Schlageisen geraten war. Die Verletzung muss sie sich in der Nacht vor dieser Aufnahme zugezogen haben, da ich sie am Abend zuvor noch zusammen mit ihrem Partner beobachtet hatte. Aufgrund ihres Vertrauens zu mir, gelang es Schalk einzufangen und nach Windhoek in eine Tierklinik zu bringen, wo ihr drei Zehen amputiert werden mussten. Es dauerte mehrere Monate bis diese Verletzung ausreichend verheilt war. Diese Zeit verbrachte Schalk zunächst aus hygienischen Gründen innerhalb des Hauses, und danach in einem unserer Außengehege.
Während dieser Zeit brachte Schalk ihre vier Welpen zur Welt. Leider hat sie sich trotz unserer Bemühungen nie wieder vollständig erholt. 10 Monate nach ihrer Verletzung und 5 Monate nachdem wir sie wieder in die Wildnis entlassen hatten, ist Schalk einer chronischen Entzündung erlegen. Leider war Schalk nicht das einzige Opfer in dem entsprechenden Jahr, denn einen Monat nachdem ich Schalk tot im Feld gefunden hatte, wurde ihre Schwester Joy von streunenden Hunden getötet. Beide Verluste haben mich persönlich schwer getroffen, da gerade Schalk und Joy eine besonders enge Bindung zu mir aufgebaut hatten. Von Schalks Welpen haben wir einen Rüden erfolgreich ausgewildert, während dessen drei Geschwister noch bei uns am Haus in einem großzügigem Gehege leben. Auch Joy hatte drei Welpen, welche wir leider nach ihrem Tod nie wieder gefunden haben. Die Wilderei ist in Namibia gesetzlich verboten, und trotzdem ein großes Problem, welches selbst durch härtere Strafen nicht zu lösen ist. Trotz meiner Liebe zu Wildtieren und meiner Bemühungen zum Schutz dieser, fällt es mir schwer arbeitslosen Eltern mit 5 hungrigen Kindern einen Vorwurf zu machen. Für einen effektiven Tierschutz, gerade in ärmeren Ländern müssen solche Problematiken erkannt und erfasst werden. Deshalb konzentrieren wir uns im Rahmen unserer Arbeit nicht nur auf die mögliche Rettung verletzter Wildtiere und den Schutz bedrohter Tierarten, sondern versuchen gleichzeitig durch Verständnis, Aufklärung und Unterstützung die Einstellung der lokalen Bevölkerung zu Wildtieren zu ändern. |
Das Löffelhund-Projekt in Namibia Margit Du Toit Farm Nanania No 47 P.O.Box 148 Maltahöhe / Namibia Tel: 00264 - (0)63 - 683039 Fax: 00264 - (0)63 - 683040 Loeffelhunde2000@aol.com www.loeffelhund-projekt.com
Spendenkonto: Margit Du Toit; Dresdner Bank, Dortmund KtoNr.: 02 017 490 00 ; BLZ: 44080050 BIC: DRES DE FF 440 IBAN: DE60 44080050 021749000 |